"Landshuter Hochzeit 1475 - Leidenschaft. Kultur. Erbe." Das neue Buch der "Förderer"
Ein neues Kapitel hat der Verein „Die Förderer“ e.V. mit seinem neuen Buch zur „Landshuter Hochzeit 1475“ aufgeschlagen: „Landshuter Hochzeit 1475 – Leidenschaft. Kultur. Erbe.“, so der Titel des Werks, ist ein 280 Seiten starkes, Deutsch/Englisch verfasstes Buch, das kein klassischer Bildband über die zurückliegende Aufführung von 2023 ist. Es wirft besonders einen Blick hinter die Kulissen des Festes und zeichnet den Weg von der Idee bis zur Anerkennung der „Landshuter Hochzeit 1475“ als immaterielles Kulturerbe nach.
„Wir feiern gelebte Geschichte und ein kulturelles Erbe, das uns über die Stadtgrenzen und über die Jahrhunderte verbindet und heute ein Symbol für unsere Identifikation ist“, sagte Förderer-Chef Stefan Feigel bei der Buchpräsentation Anfang Juli vor geladenen Gästen im Kinopolis.
Das neue Buch spannt einen Bogen von der ersten Idee über die erste Szene bis hin zur Organisation und Aufführung eines Festes mit großer Liebe zum Detail. Das Buch erzähle von den Menschen, die die Aufführung möglich machten, betonte Feigel: von den Schneiderinnen, Musikern, Reitern, Handwerkern, oder Sportlern, aber auch von den vielen Helfern im Hintergrund, z.B. im Kostümfundus. „Es ist ein Buch über Gemeinschaft und das, was uns zusammenhält. Ehrenamt ist nicht nur Arbeit, sondern Leidenschaft, Überzeugung und ein Lebensgefühl.“
Das gemeinsame, auch verbindende Element zwischen der Landshuter Zeitung und der „Landshuter Hochzeit 1475“ stellte Prof. Martin Balle, Verleger der Mediengruppe Attenkofer, in den Blickpunkt. Der Verlag zeichnet für die Gestaltung des Buches verantwortlich. „Leidenschaft, Kultur und Erbe – das ist so inhaltsvoll. Diese drei Begriffe verbinden uns“, griff Prof. Balle den Buchtitel auf. Er sei „unheimlich dankbar, dass man das Buch mit uns gemacht hat. Dadurch wird auch die Zusammenarbeit mit der Landshuter Zeitung wertgeschätzt.“
Auch Prof. Balle betonte, wie wichtig das Verbindende unter den Menschen in den heutigen, digitalen Zeiten seien. Das sei auch wichtig für den kommunalen Raum: „Die Stadt Landshut lebt intensiver durch das, was hier geleistet wird. Die „Förderer“ sind ein Verein, der dies hochhält.“
Nach einem mehrjährigen Bewerbungsprozess wurde das „Historische Dokumentarspiel Landshuter Hochzeit 1475“ im Jahr 2018 in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes (IMK) in Deutschland aufgenommen. Die Entwicklung und Bedeutung dieser Initiative für die „Förderer“ zeigte Vorstandsmitglied Prof. Klaus Timmer auf, im Verein Beauftragter für das IMK.
Finanzielle Zuwendungen gibt es für diesen Titel freilich nicht, aber: „Es ist ein Label, ein überregionaler Stempel, ein Renommee“, sagte Timmer. Und ein zweiter, ebenso wichtiger Grund: „Wir sind uns im Verein in diesem Bewerbungsprozess bewusst geworden, was wir machen. Wir sind ein historisches, lehrreiches und unterhaltsames Dokumentarspiel, ganz nahe an der Geschichte, und wir erzeugen stimmige, authentische Bilder. Das kann nur funktionieren, wenn die Zuschauer nicht Teil dieser Bilder werden.“
Das Buch und dessen Entstehungsgeschichte präsentierte Vorstandsmitglied Alexander Truhlar, der als Projektleiter verantwortlich zeichnete. Schnell war im Förderer-Vorstand klar gewesen, dass man auf geeignete Weise das Immaterielle Kulturerbe in den Blickpunkt rücken wollte.
Was Truhlar herausstellte: „Eine der Besonderheiten an diesem Buch ist für mich, dass wir diesmal niemanden extern beauftragt haben, sondern dass es ein vereinsinternes Gemeinschaftsprojekt ist. Die grundlegenden Inhalte haben die Kolleginnen und Kollegen des Vorstandes zugeliefert.“ Ein „unfassbar engagiertes Redaktionsteam“, dem neben ihm selbst auch Ulrike Aigner, Carolin Kossin und Benedikt Schramm angehörten, habe dann die Texte bearbeitet, Fotos herausgesucht und weitere Texte erarbeitet. Die neuen Fotos stammen überwiegend von der Landshuter Fotografin Laila Frank.
Die Entscheidung für das Titelmotiv von Laila Frank und den Titel “Landshuter Hochzeit 1475 – Leidenschaft. Kultur. Erbe” sei extrem schnell gefallen. Der Blick von der Fürstentribüne über die Schultern des Brautpaares hinweg hinüber auf die Zuschauertribüne unter dem Regieturm stehe sinnbildlich für die Hintergründe, Einblicke und anderen Perspektiven, die das Buch liefere.
„Aus jedem einzelnen Foto im Buch spricht die Leidenschaft der Mitwirkenden. Die Leser können tief in alle Facetten des kulturellen Großereignisses “Landshuter Hochzeit 1475” eintauchen und spüren, warum die Zeit der “Hochzeit” auch eine Hochzeit für unsere schöne Stadt Landshut ist“, so Truhlar.
Information zum Buch:
Landshuter Hochzeit 1475 – Leidenschaft. Kultur. Erbe. (280 Seiten, zweisprachig Deutsch-Englisch) ist in der Geschäftsstelle der “Förderer”, im Shop auf www.landshuter-hochzeit.de, im Leserservice der Landshuter Zeitung und im Buchhandel erhältlich.