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Gevatternabend 28. März 2012 um 19.30 Uhr im Zeughaus

"Die Landshuter Fürstenhochzeit 1475" Vortrag von Architekt Dr.-Ing. Dr. Phil. Stephan M. Bleichner

„Landshuter Hochzeit“ als Weltkulturerbe

Vortrag über die Kriterien der UNESCO-Konvention 

Die „Landshuter Hochzeit 1475“ als immaterielles Weltkulturerbe? Das klingt interessant und spannend. Aber erfüllt das große historische Fest überhaupt die Kriterien der UNESCO-Konvention von 2003. Darüber gibt ein Vortrag im Zeughaus Auskunft, der vom Verein „Bauzunfthaus Landshut“ und vom Verein „Die Förderer“ gemeinsam veranstaltet wird. Der Eintritt ist frei.

Am Mittwoch, 28. März 2012, berichtet um 19.30 Uhr im Rahmen eines traditionellen Gevatternabends der Landshuter Architekt Dr. Ing. Dr. phil. Stephan M. Bleichner im Saal des Zeughauses darüber, ob die „gelebte Geschichtsvergegenwärtigung“ in Landshut Chancen darauf hat, in die Liste des Immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen zu werden. Es geht um die Grundfrage: „Hat die Re-Inszenierung der „Landshuter Hochzeit 1475“ im 20./21. Jahrhundert das Potenzial für eine derart hohe internationale Auszeichnung?“

Der Referent ist Mitglied des Internationalen Rates für Denkmalpflege (COMOS). Sein Vortrag schöpft Aktualität und hohe Brisanz aus dem 2003 verabschiedeten und 2006 in Kraft getretenen UNESCO-Übereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes. Damit ist grundsätzlich Bewahrenswertes gemeint, das gebautes – also materielles – Kulturerbe gemäß der Konvention von 1972 ergänzt.

Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Landshut und der gesamten Region sind sich ihres kulturellen Erbes bewusst. Sie wehren es nicht ab. Sie „leben“ es. Und sie übernehmen mit Leidenschaft und Liebe zum Detail Verantwortung für ihre Geschichte. Sie stellen Vergangenheit individuell und auf objektiv erfahrbare Weise im Vierjahres-Rhythmus dar. Die „Landshuter Hochzeit 1475“ trägt zur kulturellen Identität von Stadt und Region bei. Immer wieder verwandelt sich die historische Innenstadt zu einem temporären, musealen Themenareal, zu einem Ort der Massen und Events, aber auch der Ruhe und Konzentration.

Diese „wiederholbare Geschichtsrefiguration“ bereichert in hohem Maße die Gegenwart, die Lebenswirklichkeit der Landshuter. Und so überlagern und vermischen sich die Erlebniswelten des späten Mittelalters und der Jetztzeit.

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